alfieri und das türkische Hamamtuch

ALTE TRADITION

Schon die Griechen und die Römer in der Antike erfreuten sich des Badens in öffentlichen Bädern. Hygiene spielte eine grosse Rolle und die Bäder besassen einen hohen sozialen Stellenwert, da sich die Leute dort trafen und austauschten.

DAS RÖMISCHE BAD

Ein typisches römisches Bad besass Umkleideräume, einen Schwitzraum, sowie Kalt- und Warmwasserbecken neben einem mässig warmen Raum wo man sich einölen und massieren lassen konnte. In der römischen Kaiserzeit entstanden riesige luxuriöse Bäder mit Marmor-und Mosaikböden und Malereien ausgestattet, welche auch „Thermen“ benannt wurden, die mit weiteren Einrichtungen wie Sportanlagen und Geschäften kombiniert wurden.

DAS HAMAM

Die Bäder blieben im Byzantinischen Reich bestehen und mit der Eroberung durch die Araber wurde die Idee der Badekultur übernommen und in modifiziertem Zustand weitergeführt.
Das Schwitzbad wurde der zentrale Teil in der islamischen Badekultur und aus religiösen Gründen wurde nur fliessendes Wasser verwendet.
Die „Hamams“ wie die Bäder bis heute genannt werden sind kleiner als die römischen Bäder und verfügen über einen Umkleideraum, einen mässig warmen und einen heissen Raum mit einem Schwitzstein in der Mitte sowie Wasserhähnen mit kaltem Wasser zum abkühlen.
Wichtig bei dem Baderitual im Hamam ist auch die Seifenmassage und das abrubbeln der toten Hautzellen mit einem Peelinghandschuh. Während des Rundgangs wird der Körper durch ein Tuch, das Pestemal bedeckt.

Wie auch bei den römischen Bädern war der soziale Austausch früher sehr wichtig in den Hamams.

HEUTE

Heutzutage in der Türkei bleibt die Badekultur der Hamams weiterhin bestehen und freut sich grosser Beliebtheit bei den Touristen. Aber auch die Einheimischen besuchen sie als Ort der Ruhe und um die Energien wieder aufzuladen.